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Frühes Mittelalter
Oft werden zwei Begriffe durcheinander gebracht bzw. verwechselt: -
Das Mittelalter und Das frühe Mittelalter liegt in der Zeitspanne nach der Spätantike (ende der Völkerwanderung) bis zu den Normannen, gekennzeichnet durch das Jahr 1066, die Eroberung Englands durch die Normannen. Die Angelsachsen, die dort die Adelsschicht bildeten, unterlagen in einer großen Schlacht unglücklich. Im frühen Mittelalter treffen wir hier bei uns im Norden auf verschiedene germanische Stämme, aber auch auf Slawen. Von den Kelten ist auch immer noch die Rede, Irland ist Ihre letzte Heimat. Die Germanen prägen diese Epoche in Nordeuropa, allen voran die Franken, gefolgt von den Sachsen und den Wikingern. Die Germanen sind keinesfalls homogen, sondern untereinander zerstritten , getrennt durch Brauchtum und Sitten, später auch durch die Religion. Dies war in der Völkerwanderungszeit noch nicht so stark ausgeprägt. Am stärksten sind heute die Wikinger im Gedächtnis geblieben, da sie raubend und plündernd auf die Bühne der Weltgeschichte traten und dies von der Kirche schriftlich bezeugt wurde. Das Ende des frühen Mittelalters kennzeichnen im Grunde die Normannen, die direkten Nachfahren der Wikinger aus der Normandie in Frankreich. Das Frühmittelalter bringt auch das Christentum endgültig zum Durchbruch im norden Europas. Dadurch kommt eine neue Herrschaftselite auf die Menschen zu: die Kirche und Ihre Vertreter. Hier stehen dann auf der weltlichen Seite die Ottonen im geschichtlichen Vordergrund. In
der Normandie angesiedelt, haben sich die Normannen organisiert, Ihre
nordische Sprache verändert, die neue Religion angenommen, eine Verwaltung
aufgebaut, das höfische System der Franken übernommen und das
Feudalsystem mit aufgebaut. Sie haben auch die Kreuzzüge stark geprägt.
Auf dem Bild ist ein spätwikingischer, frühnormannischer Krieger zu sehen. Er trägt bereits den Typischen „Normannenhelm“, der konisch zuläuft um Hiebe abgleiten zu lassen, noch in Spangenbauweise erstellt, aber bereits mit dem Nasal, um das Gesicht zu schützen. Diese Helmform setzt sich im 11.Jhd durch. Individuell ist der Nackenschutz aus Ringgeflecht, aus dem auch das Kettenhemd ist. Das Kettenhemd ist noch kurzärmelig, wie es Sachsen und Franken trugen, im 11. Jahrhundert setzen sich aber langärmeligen Hemden und bei den Reiterkriegern dann auch Beinlinge aus Kettengeflecht durch. Der
Krieger trägt noch den nordischen Rundschild mit Schildbuckel. Der
Kite der Normannen, der Drachenförmige Schild, setzt sich aber bereits
langsam durch.
Der
abgebildete Krieger könnte zum Ende des frühen Mittelalters,
zwischen 900 und 1050 gelebt haben.... |